Lift-Ausfall im PostParc Bern – Update

Wir wollten am Freitag 12. August 2016 gegen Mittag die «Welle7» besuchen und haben dazu auf dem Behindertenparkplatz im Kurzparking PostParc parkiert. Doch wir schafften es nicht zur «Welle7»: Der einzige Lift zur Schanzenstrasse hin (beim Durchgang beim McDonald’s) war ausser Betrieb, wie uns ein «Stopp»-Kleber am Rahmen mitteilte.

IMG_6101

Leider war der Lift-Monteur aber nicht vor Ort und weder an der oberen noch unteren Türe anzutreffen. Vermutlich hatte er sich entschieden, zuerst Mittagspause zu machen und den Lift erst danach wieder in Betrieb zu setzen. Überall sonst im gesamten PostParc gibt es nur Treppen. Bei den Postfächern im unteren Stock der Postfiliale existiert keine Türe nach draussen und die Autorampe zwischen Kurzparking und Bogenschützenstrasse ist mit Rollstuhl zu steil. Auch der Post-Mitarbeiter in der Post-Filiale kannte keine Lösung.

FullSizeRender 25

Die Treppensituation mit einem einzigen Lift im PostParc ist aus Sicht von Menschen mit einer Gehbehinderung eine komplette Fehlkonstruktion.

Gerade beim angesprochenen Durchgang hätte problemlos eine Treppe-Rampe-Kombination installiert werden können, um Rollstuhlfahrern den Umweg durch die Bahnhofshalle und entweder übers Perron zur Welle oder rund um das Burgerspittel herum zu ersparen. Beide Varianten bedeuten einen mühsamen Weg von mehreren hundert Metern.

Da es nur diese einzige Möglichkeit gibt, mit dem Rollstuhl vom Kurzparking PostParc, dem Postauto-Bahnhof oder dem Bahnhof-Kurzparking zur Schanzenstrasse zu gelangen, muss dieser Lift jederzeit funktionieren oder bei einem Ausfall zwingend eine brauchbare Alternative in unmittelbarer Nähe bereitstehen. Keinesfalls darf mit der Reparatur des Lifts zugewartet werden und der Lift-Monteur muss unbedingt ständig vor Ort sein, um vom Ausfall betroffenen Menschen weiterzuhelfen. Als Möglichkeiten sehe ich:

  • falls vorhanden die Personen durch einen ansonsten nicht öffentlich zugänglichen, Gebäude-internen Lift nach unten bringen.
  • ein Shuttle bereitstellen, mit dem Rollstuhlfahrer und weitere betroffene Personen zur Schanzenstrasse gefahren werden.
  • eine Rampe bei der Treppe installieren; weit verbreitet ist eine Rampe, die diagonal zu den Stufen die Treppe hinauf verläuft.
  • einen zweiten Lift installieren, so dass beim Ausfall eines Lifts ein zweiter Lift vorhanden ist.

Die jetzige Situation ist beim Ausfall des Lifts unhaltbar und diskriminiert Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Sie muss auf jeden Fall geändert werden. Ich habe deshalb die Post Immobilien Management und Services AG sowie die Schindler Aufzüge AG um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Nun warte ich gespannt.

Update 17. August 2016:

Der Gesamtprojektleiter PostParc meldet sich bei mir und bestätigt den Liftausfall. Er schreibt, „dass die technische Störung seitens Schindler umgehend behoben wurde, aufgrund eines defekten Steuerungsteils (ein Ersatz musste express organisiert werden) jedoch etwas länger dauerte. Der Lift war ab ca. 16.00 Uhr wieder in Betrieb.“ Damit gab es während gut sechs Stunden keine Lösung für Rollstuhlfahrer.

Der Gesamtprojektleiter lädt uns zu einem Gespräch vor Ort ein, „um die bauliche wie betriebliche Situation mit Ihnen zu besprechen und Lösungen zur Verbesserung der Problematik zu suchen.“ Im Moment warte ich auf eine Antwort auf unseren Terminvorschlag. Am ehesten müsste zusätzlich ein Treppenlift installiert werden, der bei einem Ausfall aktiviert wird und als Alternative bereitsteht.

Update 28. August 2016:

Am Freitag haben wir uns mit den Verantwortlichen des PostParc getroffen. Sie haben guten Willen für  Optimierungsmöglichkeiten gezeigt, während halt zum jetzigen Zeitpunkt verständlicherweise kein zweiter Lift eingebaut werden kann. Einen zusätzlichen Treppenlift lehnen sie wegen dem hohen Vandalismus-Risiko ab. Immerhin werden sie:

  • Durch entsprechende Service-Verträge mit Schindler eine rasche Intervention bei einem Ausfall gewährleisten;
  • Gewisse Ersatzteile für den Lift im PostParc lagern, so dass keine Wartezeit für das Bestellen und die Lieferung eines Ersatzteils verloren geht;
  • und vor allem bei einem Ausfall ein Schild mit einer Telefonnummer aufstellen. Bei einem Anruf auf diese Nummer wird dann sofort jemand bereitstehen, der die auf den Lift angewiesene Person durch die Keller der PostParc-Gebäude unterirdisch zur anderen Strassenseite führt. Diese Bereiche sind ansonsten nicht öffentlich zugänglich.

Sie zeigen uns Pläne des Gebäudes und weisen auf die vielen Schwierigkeiten hin, die es an dieser besonderen Lage am Hang und zum grossen Teil über den Bahngeleisen zu beachten gab. Und sie bedauern die nur rudimentäre Begleitung und Auskunftsmöglichkeiten betreffend Barrierefreiheit während der Planungs- und Baudauer. Gerade bezüglich der Behindertenparkplätze wurde die Auflage zur Schaffung von mindestens sieben Parkplätzen zwar einmal erwähnt, alle anschliessenden Pläne wurden jedoch auch ohne diese genehmigt und auch die zuständige Person der Behindertenkonferenz Stadt und Region Bern hatte bei der Besichtigung und Besprechung der Mängel im Mai die Parkplatzsituation nicht bemängelt. Darauf werde den Geschäftsführer der Behindertenkonferenz sicher noch ansprechen, der mir dazu leider nicht mehr rechtzeitig Auskunft erteilt hatte.

Am 31. August 2016 wird ein Behindertenparkplatz bei der Welle7, Ausgang Merkurgässli, aufgemalt. Damit haben wir unser Ziel erreicht und sind zufrieden. Die Baupolizeibehörde wird wohl schon noch für die restlichen vier sorgen, die gemäss der Auflage der Baubewilligung noch fehlen. Trotz allem ist es schade, dass hier an so vielen Orten nur Stufen gibt, um vom einen Bereich zum andern zu gelangen. Auch die Fussgängerbrücke über die Bogenschützenstrasse ins erste Obergeschoss des Geschäftsgebäudes zum Bubenbergplatz hin ist nur über Stufen erreichbar.

Im Rollstuhl in die «Welle7» in Bern – Update

Genuss – Business – Bildung – Einkauf: Seit dem 8. August 2016 ist die «Welle7» am Bahnhof Bern offen, ein achtstöckiges Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit Restaurants, Migros Klubschule und Sitzungszimmern zum Mieten.

Wir waren am Eröffnungstag da und haben im Anschluss einige Optimierungsmöglichkeiten in diesem Blogbeitrag festgehalten und den Verantwortlichen der «Welle7» mitgeteilt. Kurz darauf wurden wir zu einem Rundgang mit Besprechung dieser Punkte eingeladen. Unseren zweiten Besuch und das Gespräch mit dem Betriebsleiter und der Marketingleiterin haben wir als sehr konstruktiv empfunden. Beide haben grosse Bereitschaft signalisiert, Anpassungen vorzunehmen, und bereits erste Massnahmen umgesetzt bzw. die Umsetzung eingeleitet. Das Update des vorliegenden Beitrags aufgrund unseres zweiten Besuchs ist mit roter Schriftfarbe gekennzeichnet.

Hier sind die für Rollstuhlfahrer relevanten Informationen:

  • Der Eingang von den Wellen her (Hinterausgänge der Perrons zur Schanzenstrasse hin) zu Deck 2 (der 2. Stock) mit Restaurants eignet sich fast nur für Rollstuhlfahrer, die vom Zug her kommen. Sonst geht’s hier nämlich sehr steil auf- oder abwärts.

Welle7

  • Rollstuhlfahrer, die von der Stadt her kommen, rollen besser westwärts die Laupenstrasse entlang bis zur Seilerstrasse und biegen dort nach rechts ab, vor dem Zivilstandsamt. Dort gibt’s einen ebenen Zugang zu Deck 0 (im Bild unten rot eingezeichnet). Das ist zwar ein ziemlicher Umweg, aber ohne Gefälle.

Welle 7: Eingang Laupenstrasse

  • Obwohl es hier genügend Platz für Behindertenparkplätze hätte, gibt es keinen einzigen. Bei einem derartig vielseitig ausgerichteten Gebäude ist dies mehr als unerklärlich und ich gehe der Sache noch nach. Der nächste Behindertenparkplatz befindet sich im Postparc-Parking (zwei Parkplätze, kostenpflichtig) oder dem Kurzparking Bahnhof Bern (vier Parkplätze, kostenlos). Das bedeutet aber eine kleine Liftfahrt und dann die Strasse hinunter, über den Fussgängerstreifen, und die Strasse wieder hinauf (weil der nächstgelegene Fussgängerstreifen kein abgesenktes Trottoir hat).
    Zwischen unserem ersten und zweiten Besuch in der «Welle7» habe ich mich bei der Baubewilligungsbehörde nach den fehlenden Behindertenparkplätzen erkundigt. Der Regierungsstatthalter Christoph Lerch hat mir die Auskunft erteilt, dass die Baubewilligung sogar «mindestens 7 rollstuhlgerechte Parkplätze» für den Gebäudekomplex «PostParc», zu dem die «Welle7» gehört, vorschreibt. Von diesen sieben sei «mindestens einer beim Kundenbereich Merkurgässli anzubieten». In Verletzung dieser Vorgabe hat die PostFinance AG als Bauherrin aber bisher erst zwei eingerichtet. Die Verantwortlichen der «Welle7» können dies nicht selbst veranlassen, da sie nur das Gebäude gemietet haben, die Aussenfläche aber weiterhin von der Post verwaltet wird. Sie werden dies aber bei der nächsten Besprechung mit der Post ansprechen und dabei natürlich auch meine Antwort des Regierungsstatthalters vorlegen. In naher Zukunft werden also fünf weitere Behindertenparkplätze und davon mindestens einer bei der «Welle7» erstellt.
  • Im Gebäude, das täglich von 6-23 Uhr und sonntags von 8-23 Uhr geöffnet ist, befinden sich auf den Decks 3-7 je ein rollstuhlgängiges WC. Es lässt sich mit dem Eurokey öffnen und verfügt über einen zweiten Schliesszylinder. Die Rollstuhl-WCs sind eher klein geraten, reichen aber aus. Es gibt sogar eine Notruf-Leine, die aber völlig am falschen Ort platziert ist.
    Die Notruf-Leine wird in Kürze auf der anderen Seite der Kloschüssel platziert, so dass sie auch vom Boden aus erreicht werden kann. Beim zweiten Besuch erschien der WC-Raum auch nicht mehr ganz so klein.

IMG_6013

  • Die Bedienung der ebenfalls ziemlich kleinen Lifte ist etwas gewöhnungsbedürftig: Auf einem Touchscreen-Display ausserhalb des Lifts muss das gewünschte Stockwerk angetippt werden. Danach zeigt das Display den Buchstaben des Lifts, in den man steigen soll. Der fährt dann automatisch zum gewünschten Stockwerk. Weil nicht alle Lifte nebeneinander angebracht sind, muss man schnell reagieren und Fussgänger aus dem Weg scheuchen, damit sich die Türe beim zugeteilten Lift nicht bereits wieder geschlossen hat, wenn man dort eintrifft.
    Hier werden die Lifte so umprogrammiert, dass die Rufsäule beim einzelnen Lift wirklich nur diesen ruft und keinen anderen. So muss man nicht mehr zu einem anderen Lift wechseln. Ein freundlicher Hauswart weist uns ausserdem darauf hin, dass wir zuerst den Rollstuhl-Knopf drücken können, damit ein leerer Lift erscheint und nicht einer, in dem wir nicht mehr Platz haben.

IMG_6110

  • Webseite: Wir haben eine separate Inhaltsseite mit Informationen für Besucher mit einer Behinderung vorgeschlagen, zum Beispiel betreffend Behinderten-WCs, Lift, Rollstuhlgängigkeit von Kassen und Shops, Zugang für Assistenztiere (danke für den Einsatz, Özcan Ateş!) sowie wo der Eurokey hinterlegt ist.
  • Das Trottoir im Bereich des oberen Fussgängerstreifens zwischen der «Welle7» und dem restlichen PostParc soll abgesenkt werden, damit ein Umweg über den weiter entfernt gelegenen Fussgängerstreifen vermieden werden kann. Dafür ist aber natürlich die Stadt zuständig, nicht die Betreiber der «Welle7».
  • Bei unserem zweiten Besuch sind wir ausserdem auf ein riesengrosses Problem gestossen: Der einzige Lift, der vom PostParc / Kurzparking PostParc zur Schanzenstrasse führt, ist ausser Betrieb. Als Rollstuhlfahrer steht man hier also plötzlich in der Sackgasse, denn überall sonst gibt es nur Treppen. Doch dazu mehr in einem separaten Blogbeitrag.

IMG_6101

  • Beim zweiten Besuch haben wir das Essen nicht mitgenommen, sondern gleich in der «Welle7» gegessen. Dabei sind uns die sehr gut unterfahrbaren Tische positiv aufgefallen – und auch die Tatsache, dass es überall Steckdosen und Ladekabel gibt. Super!

IMG_6120

Informationen und eine Liste der Geschäfte und Angebote: www.welle7.ch

Unser Essenstipp: Eine Currywurst von Wurst&Moritz. Und die belgischen Pommes Frites vom Migros Take-Away (links).

IMG_6114

IMG_6005

Unser neues Fazit: Wir freuen uns sehr, dass die «Welle7» in Kürze vollkommen rollstuhlgängig sein wird. Die Verantwortlichen haben auch weitere Vorschläge aufgenommen und möchten in den Klubschule/Schulungsräumen Plätze für Rollstuhlfahrer berücksichtigen, damit diese zum Beispiel auch an Kochkursen teilnehmen können.

Im Rollstuhl ans Gurtenfestival 2016

Eigentlich wollten wir schon am Donnerstagnachmittag auf den Gurten. Wegen dem Ansturm auf Muse solle man früh anreisen, hiess es. Doch dann regnet es dermassen, dass wir auf halbem Weg wieder umdrehen.

Gegen Abend starten wir dann einen neuen Versuch, als der Regen aufgehört hat. Schade, dass der Gurtenfestival-Veranstalter Appalooza weiterhin keine Lösung zum Parkieren für Rollstuhlfahrer schaffen will, die mit dem Auto anreisen. Der offizielle Parkplatz auf einer Wiese ist vom Regen sicher so durchweicht, dass der Rollstuhl steckenbleibt. Es gibt nach wie vor nur die Möglichkeit, Rollstuhlfahrer vor dem Gurtenbahn-Eingang auszuladen und dann das Auto parkieren zu gehen. Schon vor Jahren hatte ich angemerkt, dass alleine anreisende Rollstuhlfahrer sich kaum selbst ausladen und danach das Auto wegstellen können. Geändert hat sich trotz mehrfachem Nachfragen bei Appalooza nichts. Wir wissen uns aber selbst zu helfen und finden einen noch freien Behindertenparkplatz in der Nähe. Sonst bliebe immerhin die Blaue Zone, in der Inhaber einer Behindertenparkkarte seit ein paar Jahren unbegrenzt lange parkieren dürfen.

Die Warteschlange für den Bändelumtausch und die Gurtenbahn ist lange. Doch wir lassen sie links liegen – der Bändeltausch ist auch oben möglich – und steuern direkt auf den Ausgang der Gurtenbahn zu, auch wenn die Schilder in eine andere Richtung zeigen. Vom letzten Besuch her wissen wir noch, dass wir das so machen sollen. Naja. Einen Vorteil darf es schon haben, im Rollstuhl zu sitzen. Wenn es nur nicht so lange so steil bergauf gehen würde zur Talstation! Hier müssen wir nur kurz warten (gerade lange genug, um wieder zu Atem zu kommen) und können dann schon im Bähnli Platz nehmen.

IMG_5249

Wenig später sind wir oben angelangt. Das war einfach! Schwieriger ist dann die Schwelle auf den Rasenbereich und gleich dahinter auf die sechseckigen Bodenplatten, die das Gras schützen. Weiter rechts geht das besser, hier ist es nicht ganz so steil. Wir stehen also für den Bändelumtausch an und werden gleich von einer Mitarbeiterin an den VIP-Schalter geschickt. Dort sei das Anstehen mit dem Rollstuhl einfacher, weil das Gefälle viel kleiner ist.

Dieses Jahr sind die Tickets persönlich und man muss sich mit ausweisen, um die Bändel zu erhalten. Wir müssen rund zehn Minuten anstehen, bis wir an der Reihe sind. Zwei Stufen führen hoch zum Schalter – unpraktisch. Dann produziert das Lesegerät Fehlermeldungen. Nach einer Minute hat die Mitarbeiterin das Problem gefunden: Wir hätten keine VIP-Tickets und würden am falschen Ort anstehen. Wir sollen uns bei der Schlange am andern Kassen-Container anstehen.

IMG_5132

Doch so nicht. Ich reklamiere und sage, dass wir explizit hierher geschickt worden sind. Wir stehen sich nicht nochmals irgendwo an, sondern sie sollen das Problem lösen. Das ist dann auch ganz einfach: Der Vorgesetzte geht einfach hintendurch vom einen in den andern Kassen-Container, liest dort unsere Tickets erfolgreich ein und kommt mit den Bändeln zurück. Geht doch. Aber ich ärgere mich trotzdem über die Organisation. Es sollte schon untereinander abgesprochen werden, wo Rollstuhlfahrer nun anstehen sollen.

Nun stehen wir an für die Eingangskontrolle. Hier gibt’s keine Schilder mehr für Rollstuhlfahrer. Der Durchgang ist sehr eng aber die Sicherheitsleute kommen sofort her und verschieben die Absperrung. Wir sollen nächstes Mal den Eingang ganz rechts benützen, sagen sie uns. Mit Schild hätten wir das von Anfang an gewusst.

IMG_5133

Trotz allem geht’s wirklich schnell, bis wir auf dem Festivalgelände sind. Hier sind rundherum Wege abgesteckt. Die grossen, rechteckigen Metallplatten eignen sich wunderbar, um mit dem Rollstuhl vorwärts zu kommen. Erfreulicherweise sind die quer über den Weg verlaufenden Kabelkanäle nun rollstuhlgängig mit einer genügend langen Rampe hinauf und hinunter. Sie sind auch mit wenig Bodenfreiheit problemlos zu meistern. Die erste Verbesserung seit unserem letzten Besuch! Wenn nur die Leute den Weg freihalten würden und nicht ohne Rücksicht auf andere darauf herumlungern… Ich glaube, dass Schweizer einfach nicht für Festivals geeignet sind.

Die Rock’n’Roll-Tribüne – und sowieso die gesamte Infrastruktur – ist noch genau gleich wie vor fünf Jahren. Sie kommt uns noch ein bisschen weiter weg von der Bühne vor wie früher. Das liegt vielleicht an den zusätzlichen Zelten auf der Wiese vor uns. Und etwas ist ganz blöd: Während auf der Hauptbühne gespielt wird, wird auch auf der Zeltbühne gespielt. Das war laut dem Zeitplan zwar nicht so vorgesehen, ist aber so. Und die Rock’n’Roll-Tribüne befindet sich genau in der Mitte zwischen beiden Bühnen. Auf diese Form von Stereo-Hören würden wir gerne verzichten.

IMG_5142

Auch die weiteren Wege mit den rechteckigen Metallplatten und zwischendurch mit den sechseckigen Kunststoffplatten sind gut. Nur die sechseckigen Metallplatten zur Zeltbühne hoch sind ein Problem für den Rollstuhl. Sie haben einfach zu viele Löcher und Spalten. Und während sie unten noch gut zusammenpassen, gibt es oben immer grössere Zwischenräume und die Klammern fehlen. Wir bleiben deshalb prompt mit dem Vorderrad stecken. Und weichen aufs Gras aus. Mit dem starken Gefälle ist das zwar auch unpraktisch, aber gleichzeitig stossen, die Vorderräder hochhalten und um die Löcher herum navigieren ist einfach zu viel.

IMG_5158

Eigentlich wollten wir eine Band hören, die auf der Zeltbühne spielt. Doch das Konzert hat bereits begonnen und wir haben keine Chance, durch die vielen Leute hindurch auch nur in die Nähe des Zelts zu kommen. Hier gibt es für Rollstuhlfahrer sowieso nichts zu sehen: Trotz der mehrfachen Bitte wurde hier keine Rollstuhltribüne erstellt. Dies sei „aus geländetechnischen und dementsprechend aus Sicherheitsgründen“ nicht möglich, schreibt mir Appalooza. Diese Erklärung überzeugt mich nicht. Und ich denke immer noch mit Schrecken an unseren letzten Festivalbesuch zurück. Damals hatten wir am Abend ein Konzert auf der Zeltbühne gehört und es war so dunkel, dass ständig Betrunkene an den Handgriffen hängen blieben und über die Fussstützen stolperten, wenn nicht sogar über den ganzen Rollstuhl. DAS war und ist ein Sicherheitsproblem, Appalooza!

Immerhin hat sich scheinbar die Situation bei der Waldbühne verbessert, „indem dort nun ein Bau von der ewb steht, welcher mit dem Rollstuhl zugänglich ist und aus dem man bequem auf die Waldbühne schauen kann.“ Das glauben wir dem Veranstalter einfach mal – auf der Waldbühne schauen wir uns dieses Jahr kein Konzert an.

Wir haben Hunger und holen uns etwas zu essen. Doch auch vor den Essensständen hat’s Stufen. Naja. Solange jemand ohne Rollstuhl dabei ist, geht das gut. Bei der angenehmen Festival-Stimmung bin ich sicher, dass auch sonst jemand helfen würde. Wir können die Mix-Teller vom Inder und Mexikaner auf jeden Fall empfehlen.

IMG_5135

IMG_5295

Wir essen auf der Rock’n’Roll-Tribüne, während ein weiteres Konzert läuft. Das Pfand-System auf Teller und Besteck hält dabei zwar das Festival-Gelände sauber, bedeutet für Rollstuhlfahrer aber eine zusätzlich Fahrt, die nötig ist.

IMG_5139

Nach dem Essen suchen wir die Toilette. Dazu müssen wir wieder zurück Richtung Eingang. Das Rollstuhl-WC befindet sich neben dem Sanitätszelt, wo auch der Schlüssel verwaltet wird. Es ist kein EuroKey. Wir warten, bis ein Sanitätsmitarbeiter fertig ist – das scheint hier auch das Mitarbeiter-WC zu sein – und rollen dann hinein. Der WC-Container ist gerade gross genug für den Rollstuhl. Hier ist’s sauber, hell und dank der eingebauten Heizung auch warm.

IMG_5144

Apropos warm: Bei unserem Besuch am Samstag schauen wir im Gurten-Restaurant vorbei. Der Selbstbedienungs-Bereich hat geöffnet und freut sich über Festivalbesucher. Wir trinken eine heisse Schoggi und bedienen uns beim Dessert. Das ist jetzt genau das Richtige. :-) Das Restaurant ist überhaupt nicht überfüllt, so dass wir uns richtig entspannen können. Auch andere sind hierher gekommen. Besonders beliebt ist Rösti mit Bratwurst und Zwiebelsauce. Saucen sind an den Essensständen nämlich kaum zu bekommen.

IMG_5297

Ausser dem Selbstbedienungsteil ist alles geschlossen und auch der Zugang zum Lift und damit zum Behinderten-WC ist blockiert. Hier können also nur gehende Personen aufs WC. Schade! Das wäre natürlich noch eine Spur besser gewesen als der WC-Container auf dem Festival-Gelände.

Dann beginnt das Muse-Konzert. Was für eine Show! Dieses Jahr sind wir auch vorbereitet und haben einen Dreibein-Stuhl dabei. So sitzen wir beide auf gleicher Höhe und können das Konzert wirklich zusammen geniessen. Ein-, zwei- oder Vierbeinstühle sind übrigens verboten, auch wenn’s keinen Sinn macht. Nur Stühle mit drei Beinen sind zugelassen. Die gibt’s zum Beispiel bei SportXX für 9.90 Franken.

IMG_5184

Nach dem Konzert ist es fast ein Uhr nachts und draussen stockdunkel. Doch wir haben vorgesorgt und Leuchtstäbli gekauft (Grosspackungen für wenig Geld z.B. bei Mediamarkt), die wir um die Beine binden. So sollen uns die Leute trotz der Dunkelheit erkennen.

IMG_5164

Wir sind natürlich nicht die einzigen, die nach dem Muse-Konzert nach Hause wollen. So ist auch die Warteschlange ziemlich lange. Auch für die VIP-, Crew-, Medien- und Rollstuhlfahrer-Schlange. Wir befürchten schon eine lange Wartezeit, als ein Feuerwehrmann die Rollstuhlfahrer bittet, mitzukommen, und uns um den Wartebereich herum direkt zur Rampe zum Rollstuhleingang führt. So fahren wir schon mit dem übernächsten Bähnli wieder nach unten und sind wenig später im Auto und auf der Rückfahrt nach Hause.

Hat es uns auf dem Gurten gefallen? Ja, sehr! Die Stimmung war toll und Mitarbeiter und Besucher sehr hilfsbereit. Könnte der Festivalbesuch für Rollstuhlfahrer weiter verbessert werden? Auf jeden Fall. Trotz der Optimierungen seit unserem letzten Besuch (hier übrigens der damalige Bericht) bleibt noch viel Verbesserungspotenzial bezüglich der Parkiersituation, Beschilderung, Instruktion der Mitarbeiter, stufenloser Zugang zu den Kassen und den Essensständen und vor allem Rollstuhltribünen bei ALLEN Bühnen. Mehr als hilfreich wäre auch ein weniger steiler Zugang zur Zeltbühne. Und dass sich das rollstuhlgängige WC direkt neben der Rollstuhltribüne befinden würde statt vorne beim Eingang.

In Anerkennung der Verbesserungen lautet unser neues Fazit: Der Gurtenfestival-Besuch im Rollstuhl ist bedingt empfehlenswert.

Im Rollstuhl ins Passbüro Bern: Fehlkonstruktion Fotokabine

Es ist mal wieder soweit: Pass und Identitätskarte haben ihr Ablaufdatum erreicht. In den letzten zehn Jahren hat sich im Passbüro vieles verändert. Im Kanton Bern gibt nur noch sieben Ausweiszentren. Für uns ist das in der Stadt Bern zuständig. Wir füllen alles Nötige im Internet aus (www.schweizerpass.ch) und vereinbaren ebenfalls online einen Termin. Das ist schon mal sehr praktisch.

Am besagten Termin treffen wir pünktlich an der Laupenstrasse 18a in Bahnhofsnähe ein. Der Zugang für Rollstuhlfahrer und mit Kinderwagen ist gut augeschildert. Mit dem Aussenlift fahren wir in den zweiten Stock. Für die elektrische Türe zum Empfang muss man klingeln und warten, aber immerhin. Die Schalter befinden sich einen halben Stock weiter unten. Auch dafür gibt’s wieder einen Lift.

Neben jedem der rund zehn Schaltern gibt es eine Fotokabine. „Können Sie auf den Sitz umsitzen?“, fragt die Beamte. Das wäre mit Hilfe eigentlich kein Problem, aber die Sitzfläche ist unglaublich lang, geschätzte 80 cm, und es gibt keine Rückenlehne. So geht’s nicht. Aber der Sitz sei ein Multitalent und könne weggeklappt werden. Beim Umbauen wird auch klar, wieso die Sitzfläche so lang ist: Das ganze Konstrukt kann um 180° gedreht werden und ist dann eine Baby-Liege mit Geländer links und rechts. Mit der zweiten Kamera in der Decke können hier auch Passfotos für Baby-Pässe geschossen werden.

In der dritten Einstellung können die Geländer ein- und die Sitz-/Liegefläche umgeklappt werden, so dass ein Rollstuhl bequem in der Kabine Platz findet. Das sieht dann so aus:

IMG_7244

So weit so gut. Zuerst am Bildschirm die persönlichen Daten für den Pass kontrollieren. Stimmt alles. Dann werden die Fingerabdrücke der Zeigefinger an einem Scanner eingelesen. Das ist schon schwieriger, denn der Scanner ist sehr weit weg. Das wäre viel praktischer, wenn dieser an einem Kabel nähergezogen werden könnte. Dann ist das Foto an der Reihe. Die Kamera senkt sich dank Motörchen bis auf die gewünschte Höhe.

„Können Sie nicht noch ein bisschen höher kommen?“, fragt die Beamte. Öh, nein. Natürlich nicht. Denn: „Hinter Ihnen ist die Rückenlehne sichtbar.“ Das verwundert. Denn die schmale Rückenlehne des Rollstuhls kann’s kaum sein. Tatsächlich ist es das Sitzkonstrukt, dessen obere Kante im Bild ist, aber scheinbar nicht sein darf. „Können Sie vielleicht die Schultern hochziehen und Ihre Haare über die Schultern ausbreiten, um die ‚Rückenlehne‘ zu verdecken?“

Wie bitte??? Es hört sich wirklich so an, als würde der Rollstuhlfahrer für die Fehlkonstruktion der Fotokabine verantwortlich gemacht und müsse sich nun drehen und winden und völlig unnatürlich dasitzen, nur weil Rollstuhlfahrer bei der Planung der Kabine ganz offensichtlich vergessen wurden. Sie sitzen im Rollstuhl ein wenig tiefer als auf dem nicht höhenverstellbaren Sitz. Das Foto wird dann auch wirklich nicht gut. Und das nicht nur, weil man nicht die Zähne zeigen und so wenig lächeln wie möglich darf. Bis das Vögelchen kommt, ist man so genervt vom Ganzen, dass das auch auf dem Bild so rüberkommt. Wie läuft das eigentlich bei Kindern? Auch sie sind nicht gross (oder breit) genug, um die Sitz-Rückwand abzudecken.

Dass die Kabine ein Alleskönner sein will und dann doch nicht alles kann und ausgerechnet Menschen mit einer Gehbehinderung diskriminiert, ist traurig, überrascht aber nicht. Die Behörden hätten besser ein paar wenige Kabinen nur für Babys gemacht, ein paar wenige für Rollstuhlfahrer, vielleicht sogar mit einem elektrisch höhenverstellbaren Boden, und die restlichen Kabinen für die übrige Bevölkerung. Aber die Behörden haben halt lieber eine komplizierte statt eine brauchbare Lösung.

Wenn der Geldtransporter auf dem Behindertenparkplatz parkiert 2

Bei meinem Einkauf im Coop Wankdorf am 24. Dezember 2015 kurz nach Mittag ist mir dieser Loomis-Geldtransporter auf dem Behindertenparkplatz aufgefallen (oder eher: den Behindertenparkplätzen – so sauber auf der Linie hat bisher noch keiner parkiert). Unnötig zu sagen, dass im Auto keine Behindertenparkkarte aufgelegt war, die (und nur die) dazu berechtigt, hier zu parkieren oder anzuhalten.

Loomis Geldtransporter auf einem Behindertenparkplatz im Einkaufszentrum Wankdorf Bern

Leider scheint das Parkieren auf Behindertenparkplätzen eine „Berufskrankheit“ der Geldtransportunternehmen zu sein. Ein solches Fehlverhalten ist mir auch an andern Orten schon begegnet. Ich wende mich deshalb per E-Mail an beide Unternehmen mit den folgenden Aufforderungen:

An das EKZ Wankdorf: Der Geldtransporter darf auf dem Behindertenparkplatz nicht parkieren. Schaffen Sie falls nötig anderswo ein für ihn reserviertes Parkfeld. Sie sind vom Gesetz her (verbindliche Festlegung der Behindertenparkplätze in der Baubewilligung) verpflichtet, die Behindertenparkplätze für Berechtigte freizuhalten und solchem systematischen Missbrauch (davon muss ich zumindest ausgehen) vorzubeugen.

An Loomis: Der Geldtransporter darf auf dem Behindertenparkplatz nicht parkieren. Weisen Sie Ihre Fahrer an, in Zukunft anderswo zu parkieren. Seien Sie sich bewusst, dass das unberechtigte Parkieren auf Behindertenparkplätzen mit einem Firmenfahrzeug sich negativ auf das Image der Firma auswirken kann. Dies fällt immer jemandem auf und ausserdem ermuntert es Nachahmer, hier unberechtigterweise zu parkieren.

Danke für Ihre Stellungnahmen im Voraus, die ich ganz oder auszugsweise in meinem Blogbeitrag zum Vorfall veröffentlichen werde.

Update 6. Januar 2015:

Sowohl das Einkaufszentrum als auch Loomis haben in der Zwischenzeit geantwortet. Beide behaupten, dass es sich um einen bedauerlichen Fehler des Fahrers gehandelt habe. Selbstverständlich gäbe es die Weisung, nicht auf Behindertenparkplätzen zu parkieren.

OBI und die Behindertenparkplätze: eine unendliche Geschichte

Ich möchte auch nur einmal bei OBI Schönbühl vorfahren, ohne dass die Behindertenparkplätze aus irgendeinem Grund anderweitig verwendet. Dieses Mal sind es Weihnachtsbäume und -Accessoires. Dafür hat OBI eine Art „Weihnachts-Village“ eingerichtet und damit unter anderem drei der sechs Behindertenparkplätze blockiert. Die noch verbleibenden drei Behindertenparkplätze sind weit vom Eingang entfernt.

Natürlich braucht OBI irgendwo Platz, um die Weihnachtsbäume anzubieten. Doch wenn dafür drei Behindertenparkplätze sicher während eines ganzen Monats gesperrt werden, dann geht das gar nicht. Und erst noch in einer Jahreszeit, in der alle Leute überdurchschnittlich viel unterwegs sind, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Ja, sicher auch im OBI, der ja auch nicht das einzige Geschäft in diesem Gebäude ist.

Die einfache Lösung? OBI hätte einfach in der Nähe Ersatz-Behindertenparkplätze schaffen können. Dafür ist es übrigens noch nicht zu spät.

Genau das hatte ich dem Marktleiter auch beim letzten Vorfall im April 2015 bereits geschrieben: „Damit wir uns richtig verstehen: OBI und Migros und alle weiteren Mieter in Ihrem Gebäude dürfen NIE auch nur einen der Behindertenparkplätze blockieren, selbst wenn die übrigen Behindertenparkplätze noch zur Verfügung stehen. Eine Ausnahme davon gilt einzig, wenn Sie während dieser Zeit einen Ersatz für die blockierten Behindertenparkplätze an einem genauso guten Ort (d.h. Distanz zum Eingang, Bodenbeschaffenheit – nicht an einem Ort mit Rasengittersteinen) schaffen und gut kennzeichnen (Wegweiser, Schild am Parkplatz, strenge Kontrolle wegen Falschparkern).“

Schade, dass mein Tipp nicht berücksichtigt wurde. OBI ist und bleibt lernunfähig. Dieses Mal kontaktiere ich also nicht nur den OBI-Markt Schönbühl mit meiner Beschwerde, sondern auch die zuständige Gemeindeverwaltung mit der Bitte, sie sollen OBI ihrerseits zur Einhaltung der per Baubewilligung auferlegten Anzahl Behindertenparkplätze auffordern.

Update 1:

Der Bauverwalter von Moosseedorf (die Baupolizeibehörde) informiert mich bereits am nächsten Morgen, dass er den OBI-Markt besucht hat und die Verantwortlichen angewiesen hat, bei der anderweitigen Nutzung der Behindertenparkplätze Ersatzparkplätze zur Verfügung zu stellen.

Update 2:

Der (neue) OBI-Marktleiter antwortet ohne ein Wort der Entschuldigung:

„Ich kann Ihren Ärger verstehen, dass Sie mit unserer Weihnachtsausstellung ein Problem haben. Die zusätzlich zur Verfügung gestellten Behindertenparkplätze weiter links vom Eingang sind wirklich etwas weiter weg. Jedoch hoffe ich auch auf Ihr Verständnis, dass wir den Weihnachtsmarkt nicht irgendwo machen können, sondern da, wo die Passanten durchgehen. Für dieses Jahr können wir die Ausstellung leider nicht mehr ändern. Wir werden jedoch beim anderen Haupteingang die nächsten Plätze für Behinderte kennzeichnen (ohne Rasengitter), sodass Sie nicht soweit zum Eingang laufen müssen.“

Er hat nichts von allem verstanden. Ich schreibe ihm deshalb ausführlich zurück:

„Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, auch wenn ich von Ihrem E-Mail her nicht das Gefühl habe, dass Sie das Problem eingesehen haben. Ich habe weder mit der Weihnachtsausstellung ein Problem noch geht es mir darum, dass wir einen weiteren Weg zum Eingang hatten.

Wie ich schon Ihrem Vorgänger klarzumachen versuchte, bestehen vor dem Gebäude sechs Behindertenparkplätze. Diese Anzahl wurde von den Behörden so berechnet (Mindestanzahl nach Gesetz) und mit der Baubewilligung verbindlich festgelegt. Sie darf von Ihnen nicht unterschritten werden. Das heisst: Es müssen immer mindestens sechs Behindertenparkplätze bereitstehen. Das können entweder die sechs jetzt markierten Parkplätze sein oder – falls sie aus wichtigen Gründen blockiert sind – auch Ersatzparkplätze. Ersatzparkplätze sollen möglichst nicht weiter vom Eingang entfernt liegen, bei der Anfahrt gut zu finden sein (Beschilderung), für andere Kunden klar als Behindertenparkplätze erkennbar sein (Tafel), einen festen Bodenbelag aufweisen (bei Rasengittersteine können die kleinen Vorderräder eines Rollstuhls steckenbleiben) und auch so breit sein wie Behindertenparkplätze.

Die meisten Menschen mit einer Gehbehinderung, zumindest solche mit einem Rollstuhl, sind auf einen breiten Parkplatz angewiesen. Nur so hat der Rollstuhl neben dem Auto Platz, in den sie umsteigen. Fürs Umsteigen muss man die Autotüre ganz öffnen können. Genau deshalb braucht es die breiten Parkplätze. Rollstuhlfahrer können nicht einfach auf einem anderen, „normalen“ Parkplatz parkieren.

Ich hoffe nun, dass Ihnen klar geworden ist, wieso Sie die Behindertenparkplätze nicht einfach anderweitig verwenden oder blockieren sollen bzw. dürfen, ohne Ersatzparkplätze zur Verfügung zu stellen.

Danke für die Schaffung von Ersatzparkplätzen. Bitte achten Sie darauf, dass diese breit genug sind (Richtwert: 3 normale Parkplätze ergeben 2 Behindertenparkplätze); dies kann z.B. mit einer aufgeklebten Bodenmarkierung sichergestellt werden.“

Hoffen wir, dass der Besuch des Bauverwalters und diese Erklärung eine längere Wirkung zeigen wie meine bisherigen Reklamationen bei OBI.

Lichtshow „Rendez-vous Bundesplatz“ 2015: Genickstarre für Rollstuhlfahrer

Die Lichtshow „Rendez-vous Bundesplatz“ findet schon seit ein paar Jahren auf dem Bundesplatz statt. Jeweils von Mitte Oktober bis Ende November dient das Bundeshaus in Bern als Leinwand für die Lichtprojektion. Die wird jedes Jahr wilder und zeigt nun mehr Zeichentrickfilm als hüpfende Steine. Was sich meiner Meinung nach überhaupt nicht mit der unebenen Fassade verträgt.

Da der Platz jeweils sehr voll ist und immer jemand vor einen hinsteht, hat man aus der Rollstuhlperspektive früher nur Rücken gesehen. Ich hatte die Organisatoren im 2012 auf dieses Problem hingewiesen und mich gefreut: Im 2013 und 2014 gab es eine erhöhte Rollstuhltribüne vor der Berner Kantonalbank, von der aus auch Rollstuhlfahrer das Spektakel geniessen konnten. Das hat sehr gut geklappt und die Tribüne war immer gut besucht.

Im 2015 war’s damit aber leider wieder vorbei. Schade. Vermutlich dachten sich die Organisatoren: Also DIESE Ausgaben können wir uns sparen. Es sind ja nur Behinderte. Statt der komfortablen Tribüne mit guter Aussicht in guter Distanz gab es dieses Jahr das:

IMG_5648

Einen roten Aufkleber ganz vorne auf dem Bundesplatz. Die Organisatoren nennen das die „Rote Zone für Gehbehinderte im Rollstuhl“. Drei Tage vor Ende der Show wird der Aufkleber wieder „abgebaut“, wie aus einem Zusatzhinweis auf der Webseite bekannt wird. Die Begründung dazu erscheint mir sehr weit hergeholt und lächerlich. „Jeder Rappen zählt“ sendet ab dem 10. Dezember 2015. Wie lange kann es schon dauern, einen Aufkleber wieder zu entfernen? Selbst die Rollstuhltribüne hätte innerhalb von ein paar Stunden wieder abgebaut werden können.

Wegen Ferien und haufenweise Arbeit haben wir es erst jetzt, in der letzten Spielwoche, auf den Bundesplatz geschafft. Und den roten Aufkleber zum ersten Mal gesehen. Bisher waren wir unsicher, was wir von der „roten Zone“ erwarten sollten. Wie befürchtet stehen wir hier zu nahe vor dem Bundeshaus. So bekommen wir gerade mal mit, was in der Mitte abgeht. Der Gesamtüberblick kommt zu kurz. Dafür war der Podest deutlich besser. Aber es ist natürlich schön, in der Mitte direkt vor dem Bundeshaus zu stehen, und nicht einfach auf dem Podest ganz auf der einen Seite. Menschen im Rollstuhl wurden hier also von den schlechten Plätzen zu seitlich auf schlechte Plätze zu weit vorne verschoben, um Geld zu sparen. Klar, ich verstehe, dass für Rollstuhlfahrer nicht ein Podest an bester Lage (ganz hinten und ganz in der Mitte) hingestellt wird, bin aber trotzdem enttäuscht. Von der Rollstuhltribüne her war es wenigstens möglich, „normal“ geradeaus zu schauen. Hier vorne gibt es einfach nur Genickstarre beim Hinaufschauen. Und das Bild ist sehr unscharf, vor allem im unteren Bereich direkt vor uns.

Fazit: Ich wünsche mir das Rollstuhl-Podest der letzten beiden Jahre zurück. Wenn die Stadt genug Geld hat, um die Licht-Show zu bezahlen (die wird ja sicher ziemlich teuer sein), sollte das Podest doch auch noch drin liegen. Aber eben: Bei den Behinderten wird halt gerne gespart.

IMG_5650

IMG_5658

IMG_5668

IMG_5672

Beliebtes Bärenpark-Bähnli

Die Bären sind wieder zurück und seit dieser Woche ist das BäreBähnli im Bärenpark Bern in Betrieb. Damit können nun auch Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer zum unteren Teil des Bärenparks gelangen. Wir haben den Lift ausprobiert und zum ersten Mal den Ausblick vom Aare-Ufer her genossen.

Schon von weitem wird klar: Der Lift ist beliebt. Es gibt kaum mehr jemanden, der die Treppe hinauf- oder hinuntergeht. Eine Familie mit Kinderwagen lässt uns den Vortritt. So rücksichtsvolle Menschen sind in der Schweiz leider selten. Hier fehlt definitiv eine Tafel, welche die Benutzer bittet, Personen mit einer Gehbehinderung den Vortritt zu lassen. Aber vielleicht folgt eine solche ja noch.

Am Aare-Ufer ist es angenehm ruhig dafür, dass man mitten in der Grossstadt ist. Schade, dass der Uferweg beim Brückenpfeiler endet. Wir benutzen die Gelegenheit und spazieren in die andere Richtung durch den herbstlichen Wald. Auf dem Rückweg blicken wir den schrägen Weg hoch, den wir vor dem Lift hätten nehmen müssen. Er ist wirklich viel zu lange und steil für Rollstuhlfahrer.

Auch auf dem Weg hinauf müssen wir nicht lange auf den Lift warten. Einige Leute müssen jedoch wieder aussteigen: Obwohl wir nur acht durchschnittliche Erwachsene und zwei kleine Kinder sind, zeigt der Lift Übergewicht an.

Gemäss der Medienmitteilung steht der Lift tagsüber allen Besuchern zur Verfügung. Leider fehlt die Information, von wann bis wann „tagsüber“ ist. Auch diesbezüglich scheint noch eine Info-Tafel zu fehlen. Jedenfalls befindet sich unterhalb des Knopfs zum Rufen des Lifts ein EuroKey-Schloss. Damit kann (davon gehe ich aus) der Lift auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten benutzt werden.

Fazit: Das BäreBähnli ist super. Endlich können auch Personen mit einer Gehbehinderung das volle Bärenpark-Erlebnis geniessen. Dass das Bähnli auch allen andern Besuchern offensteht, ist eine gute Lösung. Es bleibt zu hoffen, dass diese den Gehbehinderten von sich aus den Vortritt lassen, bis eine entsprechende Tafel installiert wird. Jetzt fehlen nur noch Parkplätze für Gehbehinderte.

Blick von oben: Bei unserem Besuch liegen die Bären im oberen Bereich herum.

Das BäreBähnli in Fahrt.

Blick von unten.

Warten auf den Lift.

Rufknopf und Eurokey-Schloss.

Nachtrag 12. Oktober 2015: Keine Stunde nach unserem Besuch ist das BäreBähnli bereits ausgefallen, wegen eines Software-Fehlers. Sicher aber auch wegen der starken Beanspruchung. Hier scheinen die Verantwortlichen etwas blauäugig gewesen zu sein: „Das Bähnli darf zwar von allen Besuchern gratis benützt werden, ist aber vor allem für Gehbehinderte gedacht“, meint Tierpark-Direktor Bernd Schildger gegenüber der Berner Zeitung. Würden „Plauschfahrten“ überhand nehmen, seien die Helfer im Bärenpark befugt, die Besucher darauf aufmerksam zu machen. Wir haben weit und breit keine Helfer gesehen, raten aber nach wie vor zur genannten Tafel.

Putzleute „dürfen“ auf Behindertenparkplätzen der Universität Bern parkieren

Wir waren am Freitag Gäste bei der Verleihung der Master- und Doktoratsdiplome in Psychologie, Sport- und Erziehungswissenschaften im Hörraumgebäude auf dem von Roll-Areal. Wir haben auf einem der vier Behindertenparkplätze entlang des Institutsgebäude (parallel der Bremgartenstrasse) parkiert und dabei wie üblich die Behindertenparkkarte auf dem Armaturenbrett ausgelegt.

Promotionsfeier

Ungefähr um 18:15 Uhr sind wir zu unserem Auto zurückgekehrt und haben alle Behindertenparkplätze (und die meisten freien Flächen) besetzt vorgefunden. Bei keinem der Autos war jedoch eine Behindertenparkkarte zu sehen. Ich habe deshalb Fotos der Autos geschossen, um diese später der Polizei weiterzuleiten. Daraufhin hat eine Putzfrau im Erdgeschoss ein Fenster geöffnet und mich angesprochen. Das seien allesamt Autos der Putzleute einer externen Putzfirma. „Der Hauswart“ habe ihrem Chef gesagt, sie sollen und dürfen hier auf den Behindertenparkplätzen parkieren, während sie ihren Putzauftrag erfüllen. Sie fragte, wieso ich denn Fotos der Autos mache.

Ich habe ihr erklärt, dass NIEMAND ausser Inhaber einer Behindertenparkkarte hier parkieren dürfen und der Hauswart weder erlauben noch anweisen darf, dass Unberechtigte hier parkieren, ungeachtet des Wochentags oder der Uhrzeit. Das hat sie trotz der sprachlichen Schwierigkeiten verstanden. Ich habe ihr auch ein paar der Flyer mitgegeben, die ich Unberechtigten auf Behindertenparkplätzen unter den Scheibenwischer zu stecken pflege. Sie war überrascht und wohl nicht ganz sicher, ob sie nun mir oder ihrem Chef glauben soll. Sie hat mir glaubhaft versichert, dass sie nichts falsches tun wollte und mit ihrem 18-Franken-Stundenlohn keine Parkbusse bezahlen wolle und auch nicht auf dem kostenpflichtigen Parkplatz parkieren könne. Ich habe ihr versprochen, die Fotos NICHT der Polizei weiterzuleiten.

Obwohl ich verstehe und ebenfalls der Meinung bin, dass die Putzleute kostenlos parkieren dürfen sollen, geht es natürlich nicht, dass sie dies auf einem Behindertenparkplatz tun. Das Universitätsgelände gehört zum öffentlichen Raum und selbstverständlich gilt auch hier Art. 65 Abs. 5 der Signalisationsverordnung. Nach dieser Rechtsnorm darf hier nur parkieren, wer gehbehindert ist oder eine gehbehinderte Person begleitet, was in beiden Fällen eine „Parkkarte für behinderte Personen“ (Anhang 3 Ziff. 2) voraussetzt. Diese ist gut sichtbar hinter der Frontscheibe anzubringen. Wer ohne Berechtigung auf einem Behindertenparkplatz parkiert, erhält bei einer Parkdauer bis 60 Minuten eine Busse von 120 Franken (Anhang 1 der Ordnungsbussenverordnung/Bussenliste, Ziffer 240). Bei einer Parkdauer über 60 Minuten leiten die Strafverfolgungsbehörden ein ordentliches Strafverfahren ein. Neben einer Geldbusse muss der Nichtberechtigte dabei auch Gerichtskosten bezahlen.

Den Namen des Hauswartes, der das Parkieren auf den Behindertenparkplätzen „erlaubt“ und empfohlen hat, konnte mir die Putzfrau nicht nennen. Deshalb habe ich die zuständige Abteilung der Universität Bern angeschrieben mit der Aufforderung, ihre Mitarbeiter auf das ausnahmslose Parkverbot auf den Behindertenparkplätzen hinzuweisen. NIEMAND ausser Inhaber einer Behindertenparkkarte dürfen auf diesen parkieren. Die Uni-Mitarbeiter haben keine Kompetenz, eine Parkerlaubnis für Behindertenparkplätze auszusprechen. Sie sollen dies bitte den Reinigungsfirmen entsprechend mitteilen.

In einer Woche werde ich die Polizei bitten, regelmässige Kontrollen durchzuführen. Bis dahin finden die Uni-Mitarbeiter sicherlich eine Lösung für das Parkieren der Putzleute ausserhalb der Behindertenparkplätze.

Update 13. Oktober 2015:

Zwei Tage später trifft die Stellungnahme des Abteilungsleiters Betrieb und Technik der Universität Bern ein:

„Besten Dank für Ihren Hinweis und die detaillierte Schilderung des Vorgehens. Wir bedauern diesen Vorfall, zumal behindertengerechtes Bauen sowie ein behindertenfreundlicher Areal- und Gebäudebetrieb für die Universität Bern wichtige Anliegen sind.

Es sollte darum nicht vorkommen, dass die Universität jemanden ohne Behindertenparkkarte autorisiert, einen Behindertenparkplatz zu nutzen. Wir werden die Zuständigen der Reinigungsfirma darauf hinweisen und falls notwendig die Parkordnung auf dem Areal mit den entsprechenden Massnahmen durchsetzen.“

Darüber freue ich mich natürlich, auch wenn hier in erster Linie die zuständigen Mitarbeiter der Universität darauf hingewiesen werden müssten und erst danach die Reinigungsfirma.

Im Rollstuhl gratis an Bernexpo-Messen: An der Kasse nicht bekannt

Auf dem Bernexpo-Messegelände finden viele tollen Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen statt, allen voran die BEA Expo. In den letzten Jahren wurde viel zugunsten der Behindertenfreundlichkeit getan. Beispielsweise wurden auf den Behinderten-WCs die fehlenden zweiten Schliesszylinder installiert (ich freue mich, hier vermittelt zu haben) und es wurden zusätzliche Behindertenparkplätze erstellt. Am besten ist aber, dass Rollstuhlfahrer und – wenn sie darauf angewiesen sind – auch ihre Begleitperson kostenlosen Zutritt haben.

Wir waren dieses Wochenende an der Spielzeugmesse Suisse Toy, an die wir eigentlich jedes Jahr gehen. Doch wie auch schon wollte die Dame im Kassenhäuschen nichts vom kostenlosen Zugang für Begleitpersonen wissen (auch für die kostenlosen Tickets muss man sich hier melden). Sie bestand darauf, dass nur Begleitpersonen nur mit einem Begleiterausweis gratis seien, und liess nicht mit sich diskutieren. Also mussten wir zur Freikarte hinzu ein Erwachsenenticket kaufen.

IMG_3467

Wir gingen also zum Messebüro und haben nochmals nachgefragt. Und erhielten nochmals bestätigt, dass die Begleitperson gratis sei und wir das Geld zurückerhalten würden. Doch so einfach ist das nicht. Sie brauchen dafür eine Kopie unserer Tickets… die der Securitas-Mitarbeiter am Eingang eingezogen hatte. Ich ging also zum Eingang zurück und habe diesem die Situation erklärt. Auch er wusste, dass Begleitpersonen gratis sind. Während er im Abfallsack die Tickets suchte, testete sein Vorgesetzter die Kassenmitarbeiterin. Und bestätigte, dass diese falsch instruiert sei.

Mit einer Freikarte und einem Erwachsenenbillet ging’s also wieder zum Messebüro. Doch das ginge so nicht, beschied mir die eigentlich hilfsbereite Dame. Die Buchhaltung nähme das Ganze seeeehr genau und würde die Tickets nicht akzeptieren, weil darauf nicht dieselbe Uhrzeit aufgedruckt war. Und das, obwohl die beiden Securitas-Mitarbeiter bezeugten, dass alles genauso abgelaufen war und die Kassen-Dame uns fälschlicherweise ein Billet kaufen liess.

Langsam wurden wir ungeduldigt. Wir hätten seit einer halben Stunde die Messe geniessen können. Das merkte auch der Securitas-Vorgesetzte. Er bot an, zusammen mit dem Securitas-Mitarbeiter am Eingang nochmals die richtigen Tickets zu suchen, und sie bei ihm zu hinterlegen. Wir sollen doch nun an die Messe.

Und die war wieder toll, mit den neusten Gesellschaftsspielen, Kindervelos aus Holz, vielen Mitmach-Angeboten und Wettbewerben, Bastelartikel, aber auch wieder mit Videogames und sogar einer Paintball-Arena.

IMG_3474

Als wir gerade eine Pause mit Schoggigipfeli einlegten, hat uns der Securitas-Vorgesetzte gefunden: Sie hätten die richtigen Tickets gefunden und beim Messebüro hinterlegt. Wir sollen einfach am Schluss noch dort vorbeigehen. Wir haben ihm sehr gedankt – so viel Hilfsbereitschaft haben wir kaum je erlebt.

Das hat dann wirklich auch funktioniert. Die Dame im Messebüro hatte schon alles vorbereitet, dass wir nur noch Name, Adresse und Bankverbindung hinschreiben mussten. Wir würden das Geld halt nicht sofort, sondern erst später zurück erhalten. Wir sollen auch der zuständigen Person (der Buchhaltung? Vermutlich schon) noch ein E-Mail schicken und die Bankverbindung nochmals hinschreiben.

Ob sich der ganze Aufwand für die 16 Franken, die wir für das Ticket zahlen mussten, wirklich rentiert hat? Vielleicht nicht. Aber es hilft hoffentlich, dass die Leute an der Kasse zukünftig genauer im Umgang mit Besuchern im Rollstuhl geschult werden, und damit auch anderen Rollstuhlfahrern. Trotz dieses Fehlers überwiegt bei uns die positive Erfahrung dank all den hilfsbereiten Beteiligten.